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SOLIDARITÄT AUS DEM GLAUBEN
„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)
Was Jesus zu den Armen feststellt, ist eigentlich unmissverständlich. Aber die Botschaft ist ihm so wichtig, dass er ausführlich benennt, wer alles zu den „geringsten Brüdern“ zählen könnte: Die Hungrigen und Durstigen, die Fremden und Obdachlosen, die Nackten, die Kranken, die Gefangenen. Wir sollen unbedingt begreifen: Gott begegnet uns in den anderen Menschen und offenbar insbesondere dann, wenn diese anderen zu den Kleinen und Schwachen gehören, zu denen, die nichts zu sagen haben, zu denen, die man gering schätzt und die manche gar meinen herumstoßen und verachten zu dürfen. Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Armen ist für Jesus ein und dasselbe. Wer sie trennt, schaut am Evangelium vorbei.
   
                 
   

SORGEN FÜR DIE GERINGSTEN
Sorge für die Geringsten gehört zur Nachfolge Christi wie das Fundament zu einem standfesten Haus. Die Christen in Deutschland unterstützen deshalb die Armen in allen Teilen der Welt, damit sie sich befreien können aus den Fesseln der Not und der Ungerechtigkeit. Sie setzen sich zum Beispiel ein:

   
   
   
> für die Verkündigung von Gottes froh und frei machender Botschaft;
   
> für eine lebendige Kirche, die eine Zivilisation der Liebe entfaltet;
   
> für den „Austausch der Gaben“ zwischen den Ortskirchen in aller Welt;
   
> für die Verkündigung des Evangeliums und die Erneuerung der Gesellschaften in Gerechtigkeit und Freiheit;
   
> für die Erneuerung und Stärkung des christlichen Lebens in Situationen der Bedrängnis;
   
> für gerechte Lebensordnungen, die allen Menschen die Chance bieten, sich zu entwickeln und nach Maßgabe  selbstbestimmter Entscheidungen zu leben;
   
> für menschengerechte Arbeitsbedingungen und Einkommen;
   
> für gleiche Rechte von Mann und Frau;
   
> für die Rechte der Kinder;
   
> für Nothilfe im Falle von Erdbeben und anderen Naturkatastrophen oder wenn Krieg, Bürgerkrieg und Terror  die Menschen in die Flucht treiben, sie obdach- und  heimatlos machen und ihrer Lebensgrundlagen berauben;
   
> für die Bewahrung der Schöpfung, für reines Wasser und saubere Luft;
   
> für Zugang zu Medizin und zu Medikamenten;
   
> für menschengerechte Wohnbedingungen;
   
> für den Schutz der Verwaisten, Vertriebenen, Ungeborenen, Verfolgten, Gequälten und Ausgenutzten;
   
> für Bildung und Ausbildung.
   
             
   

GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE
Keine Gemeinde und auch kein Bistum allein kann in all diesen Bereichen wirksam helfen. Um menschlicher Not in ihren vielfältigen Formen überall in der Welt begegnen zu können, haben die Katholiken in Deutschland die sechs Werke gegründet. Sie unterscheiden sich nach ihren geografischen Wirkräumen, nach den Schwerpunkten ihrer Projekte und nach den Partnern, mit denen sie zusammenarbeiten. Von einigen Leitlinien lassen sich aber alle Werke gleichermaßen bestimmen:

   
   
   
> Hilfe zur Selbsthilfe
Die Hilfe unterstützt die Initiativen der Menschen in den Armutsregionen, die sich aus ihrer Not befreien wollen. Spenden aus Deutschland wirken deshalb wie ein Rückenwind,
der Mut und Hoffnung beflügelt. Nur wenn sich die Armen selbst auf den Weg machen, können sie eigene Ziele verwirklichen. Die Unterstützung durch die Katholiken aus Deutschland ist echte Hilfe zur Selbsthilfe.
   
> Partnerprinzip
Überall auf der Welt setzen sich engagierte Partner für und mit den Armen ein: Diese Bischöfe, Ordensfrauen, Priester, Katecheten, Landwirtschaftsfachleute, Ärzte, Lehrer, Anwälte oder Mitarbeiter von Selbsthilfeorganisationen arbeiten mit den sechs katholischen Hilfswerken zusammen. Sie kennen die Not der Menschen vor Ort und sorgen dafür, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie so dringend gebraucht wird.
   
> Wirtschaftlichkeit
Die katholischen Hilfswerke arbeiten besonders wirtschaftlich. Sie bauen auf ein Netz von Partnern in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa. Die weltweite Präsenz der katholischen Kirche ermöglicht es, dass die Hilfe aus Deutschland nur geringe Verwaltungskosten mit sich bringt.
   
> Transparenz
Die katholischen Hilfswerke arbeiten besonders transparent. Sie pflegen eine Kultur der Offenheit gegenüber den Spenderinnen und Spendern. Ausführliche Rechenschaftsberichte werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
   
> Nähe zu den Spenderinnen und Spendern
Alle Spenderinnen und Spender erhalten ausführliche und regelmäßige Informationen über die Entwicklung der Projekte und Hilfsinitiativen. Regelmäßig werden Treffen und Begegnungen angeboten. Und bei den Hilfswerken selbst finden Sie immer eine offene Tür.
   
                 
   
Die Kurzprofile der einzelnen Werke mögen Ihnen helfen, eine Entscheidung Ihres persönlichen Engagements zu treffen. Bitte zögern Sie nicht, weiterführende Informationen auch zur Gestaltung Ihres Testaments anzufordern oder das Gespräch zu suchen. Sie finden für jedes der sechs katholischen Werke Ihre Ansprechpartnerin oder Ihren Ansprechpartner.
   
                 
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