Bildung für Kopf und Herz

Täglich sehen wir Kinder zur Schule gehen – für uns in Deutschland etwas völlig Normales. In Lateinamerika können sich viele den Schulbesuch nicht leisten. Das ist das Resultat: Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger. Hier setzen die von Adveniat geförderten Schulen der christlichen Bildungseinrichtung „Fe y Alegría“ (zu Deutsch: Glaube und Freude) an. Durch eine religiös geprägte Erziehung werden Kindern aus armen Familien neben Bildung und Wissen auch christliche Werte wie Nächstenliebe und Verantwortung vermittelt.

Zum Beispiel: In El Alto, der zweitgrößten Stadt Boliviens und in mehr als 4.000 Meter Höhe gelegen, ist die Armut besonders groß. Häufig lebt eine ganze Familie in einem Raum, die Häuser haben weder Heizung noch warmes Wasser. Viele können nicht lesen und schreiben. Ohne Schulausbildung kämpfen die meisten Menschen täglich ums Überleben, verdienen kaum mehr als 1 Dollar am Tag. Auch fehlt vielen das Wissen über Ernährung und Gesundheit – Zahnerkrankungen wie Karies, Vitaminmangel und verschleppte Krankheiten sind die Folgen. Daher ist Bildung viel mehr als Wissensvermittlung. Sie eröffnet Chancen auf ein besseres Leben und verringert Armut. Sie hilft den Menschen, sich selbst zu helfen.

Das staatliche Schulsystem funktioniert nicht gut, die Bücher sind veraltet, die Lehrer schlecht ausgebildet. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder auf teure Privatschulen – aber das können in El Alto nur die Wenigsten. Ohne Schulbildung gibt es jedoch kaum eine Möglichkeit, dem Elend zu entkommen. So wird die Armut von Generation zu Generation weiter vererbt. Diesen Teufelskreis durchbricht die Bildungsinitiative Fe y Alegría – mit ganzheitlicher Bildung für die Kinder der Armen in El Alto und in den ländlichen, abgelegenen Gebieten Boliviens.


Fe y Alegría arbeitet mit 52 Ordensgemeinschaften zusammen und ist in 17 Ländern Lateinamerikas verbreitet. In Bolivien gibt es die Bewegung seit 1966. Sie ist in allen neun Departamentos vertreten. Davon profitieren in Bolivien inzwischen über 170.000 Schülerinnen und Schüler, Jugendliche und Erwachsene, die von rund 9.000 Erziehern und Lehrern betreut werden.

Mit einem Vermächtnis zugunsten der Arbeit von Fe y Alegría hat eine Adveniat-Spenderin über ihren Tod hinaus dieses wichtige Bildungsprojekt unterstützt. Hiermit hat Sie, wie Sie es sich zu ihren Lebzeiten stets gewünscht hatte, vielen Kindern und Jugendlichen eine Chance auf eine bessere Zukunft geschenkt!

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